Bratapfelkuchen mit Spekulatiusboden

 

Klassisch, gerade zur Weihnachtszeit, kennt ihn jedes Kind. Den Bratapfel! Süßer Marzipan-Duft der durch die warme Stube zieht und Kinderaugen, die durch das Backofenfenster beobachten, wie sich die Äpfelchen langsam in goldbraune Leckereien verwandeln. Füllungsvariationen gibt es unzählige. Bei uns gab es jedoch immer die gleiche. Wieso etwas ändern, was sich jahrelang exzellent bewährt hat? Unsere Äpfel waren immer u.a. mit Marzipan, Rosinen, Aprikosenmarmelade und Mandeln gefüllt. Hmmmmm.... heiß aus dem Ofen und mit Vanilleeis oder Sahne serviert. Oder beides? Ach wenn schon, denn schon! Weihnachten ist für mich die falsche Jahreszeit um Kalorien zu zählen. Wenn sich Vanilleeis und Sahne so wunderbar miteinander verstehen, sollte man sie nicht trennen, oder? Verflüssigen sich die beiden und werden zu einem cremigen Begleiter, ist das für mich ein vollkommener Traum!

 

 

Dieses Jahr jedoch, werde ich es wagen dem "Bratapfel" mit all meinen Lieblingszutaten ein neues Gesicht zu geben. Nicht um den Klassiker auszutauschen, nein!, zu ergänzen. Und zwar in Form eines Kuchens. Sabrina von "Sugar meets chili" und ich haben zwei exzellente Variationen entwickelt, die ihr unbedingt sehen müsst! Wir beide haben Blut und Wasser geschwitzt um den Klassiker "Bratapfel" neu aufleben zu lassen. Wollt ihr auch wissen was Sabrina gezaubert hat? Dann schaut doch mal hier

 

Zutaten: (Springform ca. 28 cm)

Für den Boden:

400 g Spekulatiuskekse

150 g Butter

1 Ei

Prise Salz

 

Für die Füllung:

150 ml Milch

1 Packung (ca. 29 g) Puddingpulver Vanille

125 g Rum Rosinen

90 g Marzipan

1 gehäuften EL Aprikosenkonfitüre

200 g Zucker

3 Eier

600 g Schmand

1 TL Zimt

 

Für den Belag:

2 Äpfel, Boskoop

100 g brauner Zucker

50 g Puderzucker

100 g Mandeln, gehobelt

 

 

Zubereitung:

Ofen auf 175 °C vorheizen. Spekulatiuskekse fein mixen oder zerstoßen. Butter in einem Topf langsam schmelzen lassen. Keks"mehl" in eine Schüssel geben, Salz hinzufügen und beides miteinander vermengen. Flüssige Butter darüber geben und zusammen mit dem Ei gut vermischen. Springform mit Backpapier auslegen und die Spekulatiusmischung darauf verteilen, fest andrücken. In den vorgeheizten Ofen geben und darin gute 15 Minuten (Ober-/ Unterhitze) backen. Danach herausnehmen und beiseite stellen.

In der Zwischenzeit Marzipan fein zerdrücken. Puddingpulver in die kalte Milch einrühren und Marzipan darin so gut wie möglich durch ständiges Rühren auflösen (kann 15-20 Minuten dauern, Marzipan löst sich schlecht, lohnt sich aber später im Geschmack). Schmand und Aprikosenkonfitüre untermischen. In einer separaten Schüssel die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Danach die Eier-Zuckermasse zu der Schmandmasse geben, gut miteinander verquirlen. Aprikosenkonfitüre und Zimt ebenfalls mit unterheben. Diese Masse auf den Spekulatiusboden geben (am Besten über den Rücken eines Esslöffels gießen, damit der Boden geschont wird). 2/3 der Rosinen darauf verteilen. Für 35 Minuten bei 175°C Ober-/Unterhitze backen.

In dieser Zeit den Puderzucker langsam bei mittlerer Hitze in einer Pfanne unter ständigem Rühren erhitzen und darin die gehobelten Mandeln karamellisieren. Danach die Mandel-Masse auf ein Backpapier geben etwas auseinander streichen. Auskühlen lassen und anschließend mit den Fingern grob zerbröseln. 

Äpfel waschen und in ca. 2 cm dicke Spalten schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech, mit etwas Abstand zueinander, legen und beide Seiten der Apfelspalten mit braunen Zucker bestreuen. 10-15 Minuten bei 175°C Ober-/Unterhitze in den Ofen geben, bis sie leicht gebräunt und karamellisiert sind. Danach etwas abkühlen lassen.

Anschließend die karamellisierten Apfelspalten auf den Kuchen gleichmäßig verteilen, die restlichen Rosinen sowie die Mandelstücke darüber geben.